Die Umgebung von Pobierowo

Fußgänger am Strand von Pobierowo
Fußgänger am Strand von Pobierowo

Die geschichtsträchtige Gegend um Pobierowo bietet viele Möglicheiten der individuellen Freizeitgestaltung in Ihrem Urlaub. Ob Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto das Land erkunden möchten, bleibt Ihnen überlassen. Der reich bewaldete Küstenstreifen lädt zu ausgeweiteten Spaziergängen und Radtouren regelrecht ein. Vielleicht läuft Ihnen während Ihres Waldspazierganges ein Reh über den Weg?

Ein weitläufiges Netz von Wander- und Fahrradwegen erschließt die Region und ermöglicht es Ihnen die kulturellen und historischen Orte der Umgebung zu entdecken. Innerhalb der Landgemeinde Rewal können Sie dazu Fahrräder an Bike-Sharing-Stationen leihen. So können Sie in Pobierowo Fahrräder empfangen, die Umgebung erkunden und Sie an einer anderen Station in einem anderen Ort wieder abgeben.Erkunden Sie mit Bike-Sharing die Landgemeinde Rewal

Trzesacz, Rewal und Niechorze

Die Landgemeinde Rewal besteht ausden Ortschaften Niechorze (Horst), Pobierowo (Poberow), Pogorzelica (Fischerkaten), Pustkowo (Pustchow), Rewal (Rewahl), Śliwin (Schleffin) und Trzesacz (Hoff). In allen Ortschaften hat die Gemeinde ein Bike-Sharing-System (polnische Sprache) eingerichtet. Hier können Sie Fahrräder leihen und die Umgebung erkunden.

Technikbegeisterte Urlauber können die Museumseisenbahn von Pogorzelica über Niechorze und Rewal nach Trzesacz nutzen um die Region zu erkunden.

Trzesacz, Rewal und Niechorze

Fischerboote am Strand von Rewal
Fischerboote am Strand von Rewal

Mit dem Fahrrad bieten sich ebenfalls viele Möglichkeiten, das Land zu erfahren. Vielleicht fahren Sie nach Rewal? Der Ort liegt nur einen Katzensprung östlich von Pobierowo. Er besticht durch seine schönen Bauten, teilweise aus der Jahrhundertwende des 19. / 20. Jh. entstammend, sowie durch seine beeindruckende Klippe, von der man eine gute Sicht auf das Meer hat und bei gutem Wetter auch die Insel Bornholm sehen kann. Am “Hafen” von Rewal können Sie frischen Fisch erwerben, sofern Sie früh genug am Strand erscheinen um die Fischer beim Löschen ihres Fanges anzutreffen.

Kirchenruine von Trsesacz
Die Kirchenruine von Trsesacz von der Meerseite aus gesehen.

Auf halben Wege nach Rewal erhebt sich der Rest der alten Kirche von Trzesacz hoch über dem Strand. Das Dorf liegt genau auf dem 15. Meridian, der „Mittagslinie“, die die mitteleuropäische Zeit bestimmt. Als die Kirche in der zweiten Hälfte des 15. Jh. erbaut wurde, lag das Gelände mitten in der Ortschaft und etwa 2 Km vom Meer entfernt. Über die Jahrhunderte griff das Meer immer wieder nach dem Land und näherte sich Trzesacz unaufhaltsam. Die letzte Messe wurde hier um 1874 gehalten. Da hatte sich das Meer schon auf etwa 25 Meter der Kirche genähert. Heute steht nur noch ein kleiner Teil der südlichen Kirchwand. Trzesacz

Leuchtturm-Niechorze
Der Leuchtturm von Niechorze

Von Rewal nicht weit entfernt, steht der Leuchtturm von Niechorze. Dieser alte Leuchtturm stellt ein sehr beliebtes Ausflugsziel dar. Er kann im Sommer besichtigt werden und bietet eine wunderbare Aussicht auch über das Hinterland der Landgemeinde Rewal. Wer genug von der recht frischen Brise auf dem Leuchtturm hat, kann durch den kleinen Garten des Leuchtturmes zur Promenade bummeln, welche den Leuchtturm mit dem Ort Niechorze selbst verbindet.

Fischereimuseum in Fischerkaten
Fischereimuseum in Fischerkaten

Mit dem Auto schnell zu erreichen sind auch Trzebiatów, Kamien Pomorski und Miedzyzdroje.

Das Vogelschutzreservat Liwia Luza

Der Liwia Luza Kanal
Der Liwia Luza Kanal

Der See Liwia Luza liegt bei den Ortschaften Niechorze und Pogorzelica im östlichen Teil der Gemeinde Rewal. Einst war der See Liwia Luza eine Nehrung an der Küste der Ostsee. Über viele Jahrhunderte versandete die Nehrung immer weiter und trennte den See Liwia Luza schließlich ganz von der Ostsee. Der maximal 1,7 Meter tiefe See ist heute nur noch über den Liwia Luza Kanal künstlich mit der Ostsee verbunden. Hierdurch kann bei nördlichen Winden Meerwasser über den Liwia Luza Kanal in den See gelangen und lässt den Wasserspiegel leicht ansteigen und den See Liwia Luzaleicht versalzt.

Dieses Ereignis führt zu einer Eutrophierung. Das bedeutet, dass durch das Meerwasser Nährstoffe im See angereichert werde. Ein zu starker Zufluss von Meerwasser aus der Ostsee und ein Abfluss des Seewassers wird durch die Schleusen des Liwia Luza Kanals verhindert.

Ganz in der Nähe des Sees Liwia Luza befindet sich ein weiteres Gewässer, das ähnlich entstanden ist. Das Pogorzelica Moor (bis 1945 Kirchhagener See) befindet sich heute in einem fortgeschrittenen Stadium der Verlandung. Das Gebiet um den See Liwia Luza wurde im Jahr 1959 zum Naturreservat erklärt. Damit soll der natürliche Brutplatz des Wildschwans und anderer Vogelarten geschützt werden, die ihren Lebensraum in den Moor- und Sumpfgebieten haben. Der See Liwia Luza ist aber auch Rastgebiet für eine Vielzahl von Zugvögeln auf ihren langen Reisen von Ost nach West, Nord und Süd. Auf dem Gebiet des Sees Liwia Luza werden 167 verschiedene Vogelarten gezählt.

Viele Legenden umgeben den See Liwia Luza, der heute nur den Vögeln, Tieren und Fischen gehört.  Bis 1959 wurde der See Liwia Luza Touristisch genutzt und mit Booten und Kajaks befahren. Über den Liwia Luza Kanal gelangten sie vom See Liwia Luza in die Ostsee. Im Sommer 1958 sollen hier zwei Urlauber in der Dämmerung aufs Meer hinaus gefahren sein. Die Ostsee sei ruhig gewesen, nur ein leichte Brise wehte aus Norden. Am nächsten Tag hätten sich die beiden Urlauber jedenfalls in Bornholm wiedergefunden, weit außerhalb der bewachten Grenze des damals sozialistischen Polens und im demokratischen Westen. Die poltische Führung habe vor Wut getobt und befohlen alle Boote und Kajaks zu vernichten, die Anlegestelle zu beseitigten und den See Liwia Luza in ein Naturreservat zu verwandeln.

Ein Radfahrer auf dem Weg um den See Liwia Luza
Ein Radfahrer auf dem Weg um den See Liwia Luza

Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei. Heute führt ein Weg um den See Liwia Luza und das Naturreservat und lädt zum Spazieren, Wandern und Fahrrad fahren ein. Im Norden des Sees Liwia Luza führt die Trasse der Schmalspurbahn zwischen Niechorze und Pogorzelica an dem Naturschutzgebiet vorbei. Der Liwia Luza Kanal, der auch die natürliche Grenze zwischen Niechorze und Pogorzelica darstellt, ist wieder mit Fischen gefüllt. Flora und Fauna haben sich erholt und zahlreiche geschützte Pflanzen haben sich in dem Naturschutzgebiet angesiedelt. Neben dem gemeinen Efeu, sind dies zum Beispiel die gelbe und weiße Teichrose und viele weitere Pflanzenarten.

Kamien, Misdroy und Swinemünde

Der Dom zu Kamien Pomorskie
Der Dom zu Kamien Pomorskie

Kamien Pomorski südlich von Pobierowo und direkt am Stettiner Haff gelegen, beeindruckt durch seinen aus dem Mittelalter stammenden Dom mit seiner Orgel. Jährlich findet hier ein Orgelfest statt, das einen sehr hohen Charakter aufweist. Viele alte Gebäude, wie der Dom und das Rathaus, machen die Stadt außergewöhnlich, auch sind Teile der alten Wehranlagen mit Wehrtürmen erhalten, die die Stadt früher umschlossen hatten.

Die Seebrücke in Miedzyzdroje
Die Seebrücke in Miedzyzdroje

Miedzyzdroje liegt westlich von Pobierowo auf halben Wege nach Swinemünde. Die Stadt besticht vor allem durch die schöne Innenstadt und die Strandpromenade, die einen Eindruck der Pracht des Beginns des 20. Jh. vermittelt. Liebevoll restaurierte Hotels, ein Wachsfiguren – Museum und natürlich die Seebrücke, sind nur einige der Punkte weswegen ein Besuch dieses Ortes lohnt. Die Seebrücke wurde erweitert und bietet heute die Möglichkeit Schiffe der “Adler – Linie” zu besteigen und die Seebäder an polnischer und deutscher Küste anzulaufen.

Teil eines historischen Forts an der Mündung der Swine.
Teil eines historischen Forts an der Mündung der Swine.

Swinemünde Bereits im 12. Jahrhundert wurde die Mündung der Swine mit einer Schutzburg gesichert und die beiden Ufer mit einer Fähre verbunden. Nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges fiel die Region an Schweden. Diese ließen die Swine versanden, wodurch die Stadt an Bedeutung für die Schiffaht verlohr. Um 1720 trat Schweden die Region wieder an Preußen ab. Der preußische König ließ darauf hin die Swine wieder Schiffbar machen, um die schwedischen Zölle auf der Peene zu umgehen. Für die Schiffahrt gewann der Swinemündener Hafen jedoch erst unter Friedrich dem Großen wieder an Bedeutung. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich Swinemünde rasant zu einer bedeutenden Garnisonsstadt, von der noch heute zahleiche Festungsbauten zeugen.

Trzebiatow, Gryfice und Kolberg

Die Kirche zu Trzebiatów
Die Kirche zu Trzebiatów

Trzebiatów mit seiner Kirche liegt in südöstlicher Richtung von Pobierowo. Diese alte Stadt, die ihre Stadtrechte bereits im 13. Jh. erhielt, wird an drei Seiten von der Rega umschlossen. Auch hier sind die alten Stadtmauern in sehr weiten Teilen bis heute hervorragend erhalten. Der Dom zu Trzebiatów soll den höchsten Glockenturm der Gegend besitzen (ca. 90m). Er ist im Sommer zur Besichtigung geöffnet. Im Dom selber weisen alte Grabplatten auf die bedeutende und wechselvolle Geschichte Trzebiatów hin. Im Zentrum der Altstadt liegt der Marktplatz der Stadt mit dem barocken Rathaus in der Mitte, umsäumt von bürgerlichen Häusern verschiedener Epochen.

Der Rathausplatz in Gryfice
Der Rathausplatz in Gryfice

Auch in Gryfice sind die Spuren der wechselvollen Geschichte der Region zu entdecken. Wohlstand erlangte die Stadt durch den Warenhandel über die Rega und den Beitritt zur Hanse. Die drei Stadtore sind bis heute erhalten, so wie die dreischiffige Kirche „St. Marien“. Mit dem Bau der Kirche wurde am Ende des 13. Jh. begonnen. 1658 zerstörrte ein Feuer große Teile der Gryficer Kirche. Der anschließende Wiederaufbau benötigte 10 Jahre. Seit 1896 führt eine Schmalspurbahn zur Küste über Rewal nach Niechorze. Für einige Monate im Jahr findet hier noch Betrieb statt. Teilweise auch unter Dampf. In der Gryfice selber hält ein Museum die Erinnerung an die Kleinbahn-Geschichte der Region wach.

Das Kolberger Rathaus
Das Kolberger Rathaus

Für einen Tagesausflug mit dem Auto stellt Kolberg ein sehr lohnendes Ziel dar. Die älteste Stadt Hinterpommerns besticht durch die liebevoll restaurierten alten Gemäuer. Diese stammen noch aus der Blütezeit des Hochmittelalters, zur Zeit der Hanse. Der Reichtum Kolbergs gründete in der verkehrsgünstigen Lage an einer Furt des Flusses Persante, dem natürlichen Hafen, sowie dem Salz. Heute stellen vor allem die Seepromenade, der Leuchttum und die Altstadt lohnende Ausflugsziele dar.